24h-Rennen 2009

Voller Einsatz beim 24h-Rennen und in der ADAC Procar: Wolfgang Haugg in Renn-Aktion

„Last minute“ buchte sich Wolfgang Haugg am Donnerstag vor dem Start des legendären 24h-Rennens am Nürburgring in ein Team ein. Das „East Belgium Racing Team“, ein Club aus Ostbelgien in dem Wolfgang Haugg seit vielen Jahren Mitglied ist, war noch auf der Suche nach einem Fahrer für seinen Renault Clio RS. Haugg, selbst erfahrener und begeisterter Motorsportler sagte spontan zu und erlebte ein Motorsport-Wochenende der besonderen Art.


Mit der Startnummer 156 startete das Team mit dem Fahrerquartett Wolfgang Haugg, Bruno Beulen, Jacky Delveaux und Rene Marin im hinteren Teil des Feldes in das 24h Rennen 2009. Rund 170 Teilnehmer waren insgesamt  dabei und das Team rund um AVA-Geschäftsführer Haugg schlug sich wacker mit dem einzigen Renault im Feld: „Wir waren auf einem der kleinsten und schwächsten Autos unterwegs, das nicht einmal für Rundstreckeneinsätze gebaut worden ist“, sagte Haugg und erklärt. „Der Clio ist als Rallyewagen vorbereitet, hat somit auch eine Straßenzulassung und war mit Sportreifen inklusive Profil ausgestattet. Nicht ideal für die Nordschleife, aber wir haben versucht, das beste daraus zu machen.“

 

Höchste Konzentration erforderlich

Doch dafür bedarf es  auf der Strecke mit einem leistungsschwachen Auto besonderer Fähigkeiten: „Gut beim 24h Rennen unterwegs zu sein, wenn eigentlich alle anderen  schneller sind, ist nur mit höchster Konzentration möglich. Nur so geling es, rund und fließend zu fahren und dementsprechende Rundenzeiten zu fahren“, so Haugg, der in 11.11, 86 min. die schnellste Rundenzeit des Teams fuhr.

„Super Erlebnis“

Nach 24 Stunden hatten alle vier Fahrer nicht nur großen Spaß, sondern auch die Hälfte des Starterfeldes überholt, so dass der Renault Clio als 83. ins Ziel kam. „Ein tolles Ergebnis und ein super Erlebnis“, schwärmt Haugg. „Das war wirklich Motorsport „back to the roots“. Mit einer Werkzeugkiste, zwei Satz Reifen und den notwendigsten Ersatzteilen in einem kleinen Servicewagen.“

Gegensätze ziehen an

Nur wenige Meter entfernt vom Serviceplatz des „East Belgium Racing Teams“ hatte das Liqui Moly Team Engstler seine Zelte aufgebaut. Am gleichen Wochenende kam Wolfgang Haugg ebenso in den Genuss, einen Liqui Moly BMW in der ADAC Procar Serie zu pilotieren, die im Rahmenprogramm des 24h-Rennens ausgetragen wurde. „Das Team Engstler ist ein richtiges Profi-Team. Dort als Fahrer mitzuarbeiten und die Professionalität dieses Teams erfahren, war als Gegensatz zu meinem Einsatz im Clio eine spannende Sache. Ein Kontrast, wie er größer kaum hätte sein können – und das an einem Wochenende“, fasst Haugg zusammen. Sein Gast-Auftritt in der ADAC Procar wurde leider zu früh gestoppt. In der Einführungsrunde musste Haugg, der sich im Qualifying die Pole-Position erkämpft hatte, wegen eines technischen Defektes aufgeben.


04.06.2009 11:40 Alter: 279 Tage